0
(0)

LinkedIn ist 2020 für Personal Branding im Mittelstand entscheidend – vor Xing. Xing, lange Zeit, die meist genutzte Business-Plattform gerade im deutschsprachigen Raum und beliebt beim Mittelstand, hat innerhalb weniger Monate beträchtlich an Bedeutung verloren. Vielen ist aufgefallen, dass sich bei den sozialen Business-Netzwerken in der DACH-Region gerade ein starker Wandel vollzieht.  So sehr, dass auch ich meinen Premium-Account vorerst gekündigt habe, wie viele andere auch.

Das geht offensichtlich auch anderen so. Einträge wie diese lese ich deshalb immer öfter:

Dirk von Gehlen Xing Eintrag

Quelle: Dirk von Gehlen, Leitung Social Media/ Innovation Süddeutsche Zeitung

Auch bei Linkedin habe ich noch keinen Premium-Account. Der Nutzen aus LinkedIn für mein Business ist aber dennoch um ein Vielfaches höher. Weshalb LinkedIn 2020 für Ihren Erfolg entscheidend ist – und nicht Xing, zeigt dieser Beitrag.

Auf die Dauer werden Menschen keine zwei Business Profile nutzen, sondern sich für eines entscheiden. Dieser Trend wird meiner Meinung nach anhalten. Denn speziell für die vertriebliche Anbahnung (und haben wir ehrlicherweise nicht alle etwas zu verkaufen?) braucht es Plattformen, die die veränderten Bedürfnisse von Usern erfüllen.

Welche Bedürfnisse sind das?

Drei Thesen Xing versus LinkedIn

 

#1 Märkte sind Gespräche
Die erste These des Cluetrain Manifests hat sich 21 Jahre nach seiner Veröffentlichung 1999 mehr als bewahrheitet.

Menschen wollen sich austauschen, sich kennenlernen und ihre Position vertreten (s. auch These 4 des Manifests). Speziell in der vertrieblichen Anbahnungsphase sind Gespräche wichtiger als je zuvor. Denn Kaltakquise hat ausgedient und Direct Outreach (wie es im Social Selling Slang heißt) funktioniert auch bei LinkedIn nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Menschen wollen miteinander chatten, bevor sie ein Verkaufsgespräch eingehen. Auf Xing finden solche Gespräche nicht statt, weder per Nachricht noch als öffentlicher Dialog. Die Reaktionen wirken träge und es kommt wenig zur Interaktion.

Auf LinkedIn wiederum geschieht das täglich zuhauf. Das führt dazu, dass Menschen schneller in Kontakt kommen, der Ton ist insgesamt lockerer und offener – auch unverbindlich, keine Frage. Dennoch: mit wenigen Chats, die sich innerhalb einiger Stunden oder Minuten zutragen, kommen Termine und Kennenlern-Gespräche zustande – OFFLINE.

#2 Mitglieder wollen zum Publisher werden
Die Vorteile von Personal Branding – in USA und UK fester Bestandteil des geschäftlichen Selbstverständnisses –  werden auch in Deutschland, Schweiz und Österreich immer stärker erkannt. Geschäftsführer, Inhaber und Führungskräfte suchen nach Möglichkeiten, sich durch Fachbeiträge als Experten zu positionieren. Das LinkedIn Profil funktioniert deshalb auch eher wie eine eigene, persönliche Landingpage als ein starrer CV, wie bei Xing.

LinkedIn bedient den Trend des Personal Brandings außerdem mit zwei einfach zu findenden, kostenlosen Features:

  • Beiträge bei LinkedIn haben eine Länge von 1.300 Zeichen inkl. Leerzeichen. Das entspricht etwa einer halben DIN A4 Seite. Das ist klasse und eignet sich insbesondere dann, wenn man über ein gemeinsames Erlebnis, das man mit anderen geteilt hat, berichten möchte. Andere zu taggen, hilft wiederum, dass der Post eine höhere Reichweite erhält. Bei Xing habe ich noch nie gesehen, dass ein anderes Mitglied öffentlich getaggt wurde und ich habe es selbst auch noch nicht ausprobiert.Beitrag Xing
    Bei Xing darf ein Beitrag maximal 420 Zeichen inkl. Leerzeichen haben, also gerade mal ca. ein Drittel. Da kriegt man nicht wirklich viel unter und muss bereits fertige Posts erstmal wieder umschreiben. Das ist aufwendig und macht auch keinen Spaß. Ich denke, dass ist einer der Gründe, weswegen ich immer seltener wirklich eigene Beiträge auf Xing sehe. Die meisten posten Curated Content, also teilen Artikel von Medien oder anderen Blogs, ohne sich selbst zu positionieren.

 

  • Illustrierte Fachartikel sind eine großartige Möglichkeit für jeden, zum Publisher zu werden. Innerhalb weniger Klicks kann jeder auf LinkedIn bebilderte Artikel erstellen und veröffentlichen. Das heißt, man ist nicht von anderen Medien abhängig, sondern hat sein Reputationsmanagement selbst in der Hand. Angestellte haben normalerweise keinen eigenen Blog, wollen sich aber trotzdem in ihrer Branche profilieren.Der Trend hin zum Corporate Influencer, wie Microsoft es vorgemacht hat, zeigt, dass auch Unternehmen ein Interesse daran haben, dass Führungskräften in öffentlichkeits-wirksamen Bereichen sichtbar werden. LinkedIn hat das erkannt und bedient es. Xing hingegen leider überhaupt nicht, wie dieser Thread aus dem Februar 2018 zeigt.


#3 Reichweite auf Google
Google ist die erste Adresse, um mehr über eine Person herauszufinden. Seien es Recruiter, die nach Bewerbern googlen, oder Ihr neuer Kunde, der eine Lösung für sein Problem sucht: Mit hoher Wahrscheinlichkeit erscheint Ihr LinkedIn Profil unter den ersten drei Treffern. Die Stichprobe, die ich durchgeführt habe, hat gezeigt, dass Xing Profile teilweise gar nicht mehr auf der ersten Seite auftauchen, sondern nur noch auf Seite 2. LinkedIn hat damit die größere Reichweite und ist auch aus SEO-Sicht eine hochrelevante Adresse für alle, die online gefunden werden und aktiv Geschäftskontakte anbahnen wollen. Alle drei Punkte sind untrennbar miteinander verbunden. Solange es Xing nicht gelingen wird, darauf einzugehen, werden Nutzer zugunsten LinkedIn abwandern.

Für Geschäftsführer im Mittelstand bedeutet das: Wenn Sie jetzt noch kein aktives LinkedIn Profil haben, sollten Sie das schnellstmöglich tun.

Was Sie beim Anlegen Ihres LinkedIn Profils beachten wollen, habe ich im ersten Teil dieses LinkedIn-Tutorials für Sie zusammengefasst.

Sie wollen Ihr Personal Branding on- und offline professionell auf LinkedIn umsetzen, haben aber keine Zeit oder wenig Know-How?

Auch dabei kann ich Sie unterstützen.

Vernetzen Sie sich mit mir und lassen Sie uns ein Gespräch beginnen. Mehr darüber, wie Sie online Leads ohne Kaltakquise generieren, erfahren Sie im Blog Vertriebsmarketing.

Stimmen Sie dem Beitrag zu? Ich freue mich über Ihre positive Bewertung und Kommentar.

 

Ihnen hat der Beitrag gefallen?

Jetzt Sterne markieren und bewerten!

Logo Eskimos mit Kühlschränken

Kaltakquise adé

Vertrieb ohne Kaltakquise heißt, zu wissen, wie Kunden im B2B heute ticken. Im Eskimo-Praxistipp erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Registrieren Sie sich, um den Praxistipp per E-Mail zu erhalten. Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner. 

 

Sie erhalten jetzt eine Email mit dem Link zum Download.

Anmeldung Webinar

Melden Sie sich für unser kostenloses Webinar an.

Sie erhalten jetzt eine Email mit Hinweisen zum Webinar. Bitte prüfen Sie Ihre Emails und auch Ihren Spam Ordner.